Runde 21-Strassgang

Strassgang : SV Justiz 2:6 (1:3)
1:1 Zeiner (15. min)
1:2 Huttmann (18. min)
1:3 Urthaler (29. min)
1:4 Huttmann (58. min)
2:5 Huttmann (82. min)
2:6 Kager (93. min)

2018- Spielbericht

Was hat Straßgang zu bieten? Ein 11.000 m² großes Naturschwimmbad, das 1872 errichtete LSF und einen Fußballplatz. Der heilige SV Justiz pilgerte an einem bedeckten Freitagnachmittag zu genau diesem hin um die 21. Runde der Sparkassen 1. Klasse Mitte B auszutragen.

Der Tabellenstand spricht eine eindeutige Sprache. Der Gastgeber auf Tabellenplatz 8 mit 24 Punkten und der heilige SV Justiz nach einem 6:2 Heimsieg gegen Liebenau II auf Platz 3 mit 46 Punkten.
Die Realität fühlt sich jedoch anders an, da eine Reise zum Schlachtfeld von Straßgang meist nicht angenehm ist und die örtliche Holzhackermentalität sich meist auf den Spielverlauf niederschlägt.
Auf Grund von einigen Verletzungen und SV Kids Produktionsvorgängen konnte Trainer Rossi Rossmann nicht wie gewohnt aus dem Vollen schöpfen. Die große Justizfamilie steht jedoch immer bereit und so kam Straßgang zu dem unverhofften Vergnügen gegen keinen geringeren als den Obmann und Organisator hinter den Kulissen von Justiz zu spielen, aber dazu später mehr.
Da im harten Training vor dem Match die taktischen Einzelheiten meist geklärt werden, schickte Rossi ohne viel Vorgeplänkel das bewährte 4-4-2 in den Wettkampf.
Die Gewöhnung ans Gerät viel schwer, da Justiz eigentlich einen aalglatten Kunstrasen gewöhnt ist und in Straßgang offensichtlich nicht nur das Schwimmbad naturbelassen ist. Und so klingelt es leider auch schon kurz nach dem Anpfiff im Tor von Justiz und es steht 1:0 für den Gastgeber. Jetzt heißt es munter werden und Zug zum Tor, damit die Fronten am Straßganger Bombenkrater wieder geklärt sind. Und das nimmt sich der Kapitän Bernie Huttmann zu Herzen und steuert mit der Kugel direkt auf das gegnerische Tor zu. Der letzte Straßganger hat offensichtlich die Angst in den Augen und weiß sich nur mit einem Foul zu helfen. Marcelo Zeiner tritt zum Strafstoß an und versenkt souverän zum 1:1 Ausgleich. So, jetzt kann's losgehen. Der Kapitän von Justiz legt ein paar Minuten später selbst nach - immerhin fehlen noch rund 70 Treffer zum nächsten T-Shirt - und ändert den Spielstand auf 1:2.
Justiz hat Straßgang nun fest im Griff und nach einer Maßflanke vom linken Außenverteidiger "Dalai Krammer" schraubt sich Jörg Urthaler in die Luft um den Ball im Kreuzeck der Straßganger zu positionieren. Wahnsinns Tor! Es steht somit 1:3 und mit diesem Zwischenergebnis gehen die Mannschaften dann auch in die Kabinen. Die Richtung stimmt und daher ist, im Gegensatz zu Straßgang, noch kein Wechsel bei Justiz notwendig. Dass Justiz noch Saft in den Gliedern hat beweist abermals der Kapitän Bernie Huttmann mit einem Sprint von der Mittellinie bis zum gegnerischen Tor samt Leder, das er dort dann auch in der Hütte unterbringt. Es steht 1:4 und die Schreie der Straßganger Fans versickern langsam im örtlichen Matsch.
In der 65. Minuten darf sich der Torschütze Jörg das restliche Match mit einem verdienten Bierchen in Ruhe von außen ansehen und frischen Wind soll der Co-Trainer und Stürmer Philip "Hakuna Matata" Kager bringen. Für Krämy kommt das Prachtexemplar eines jungen Bayers Basti Fehle ins Spiel, der im letzten Spiel gegen Liebenau II über die gesamte Spieldauer sein Können beweisen durfte.
Die 75. Minute zeigt, dass man beim Fußball einfach nie unaufmerksam sein darf, denn Straßgang verkürzt auf 2:4. Bitter, da nicht notwendig.
Damit der Spielverlauf jedoch wieder ein angenehmes Justizflair erhält und vermutlich auch um wieder an der Spitze der Torschützenliste der Liga zu stehen, haut Bernie den Ball wieder ins Straßganger Tor. Der Spielstand verändert sich zu 2:5 und auch der Tormann der sich offensichtlich leider verletzt hat. SV Justiz wünscht baldige Besserung! Straßgang besitzt mit seinem Spielertrainer offensichtlich einen Tausendsassa in den eigenen Reihen, da sich dieser nun vom Spielfeld selbst ins Tor begibt.
Und dann geht ein Raunen durch die Menge, der dunkle Himmel klart auf, schickt einen Regenbogen über Straßgang und es scheint mit ihm wird die Legende Heri Hahn auf das Spielfeld geschickt. Nicht nur am Schreibtisch beweist er Köpfchen, nein auch am Spielfeld und so wuchtet er die Bälle vom Justiztor weg.
Das Resultat ist noch nicht schön genug für den heiligen SV Justiz und darum haut Philip Kager noch zur Sicherheit einen rein. Endstand somit 2:6 und dem Siegerselfie steht nichts mehr im Weg.