Runde 15-Pirka

Pirka : SV Justiz 3:3 (2:2)
1:1 Huttmann (14. min.)
2:2 Kager (33. min.)
2:3 Huttmann (56. min.)

2018-15-Pirka

Samstag, 24. März 2018, 15.00h, Tatort: Pirka. Die Truppe des SVJ hatte sich am Sportplatz im Süden von Graz eingefunden, um die nächsten 3 Punkte zu holen. Begleitet und lautstark unterstützt von zahlreichen Schlachtenbummlern wärmten die rechtschaffenden Mannen akribisch auf. Unter den Zusehern waren auch einige Vorstandsmitglieder anzutreffen, waren die von der Mannschaft wie Halbgötter verehrten Adonise etwa unzufrieden mit der ersten Runde und kontrollierten nun den Stand der Dinge? Der Verdacht erhärtete sich nachdem klar wurde, auch die Kabine, ja sogar die Bank wurde von der Obrigkeit infiltriert. Sei es wie es sei, die Mannschaft lies sich nicht irritieren, ganz im Gegenteil, die Anwesenheit der Unerreichbaren spornte die Truppe bis ins Unendliche an:

Das Match startete mit einem Paukenschlag in Minute 5 – Angriff der Pirkaner über links, scharfer Ball in die Mitte, Eigentor Justiz. Der stets bemühte Franz spitzelte den Ball unglücklich über die Linie, hätte er allerdings nicht in Extremis eingegriffen, die beiden mitgelaufenen Stürmer hinter ihm hätte ein leeres Tor vorgefunden. Wer nun dachte, uns sei der Wind aus den Segeln genommen worden, irrte jedoch wie Anno dazumal Magellan, als er dachte Ostindien entdeckt zu haben.
Die Gladiatoren von Justiz kamen nun immer besser ins Spiel und fanden einige Möglichkeiten vor. So scheiterte leider zum Beispiel Marcelo in aussichtsreicher Position als der Ball vom Torwart abgelenkt knapp am Tor vorbeitrudelte. Dieser trudelte zwar langsam, aber leider dennoch etwas zu schnell um von unserem Strafraumschnüffler Berni über die Linie gedrückt zu werden. Der Kommissar Rex unter den Stürmern sprintete so schnell er konnte, ganz knapp trugen ihn seine Pfoten jedoch nicht schnell genug zum Tatort. Allzu lange lies die Rache der Gesetzeshüter aber nicht auf sich warten, 9 Minuten um ganz genau zu sein. Ein illegales Einsteigen der jungen Truppe aus Pirka führte zu einem Straftatsausgleich, im Fachjargon auch Freistoß genannt. Die relativ zentrale Position nutze Berni „der Fuchs“ Huttmann mit einem gerissenen Zirkler ins Tormanneck eiskalt aus – 1:1. Blickte man nach draußen, so stellte man fest, dass die emotionalen Fans des SVJ etwas erleichtert, jedoch immer noch hungrig waren.
Leider konnte man in dieser Phase des Spiels jedoch nicht nachlegen, sondern kassierte nach einem flatternden Fernschuss – bravourös von unserem Oktopus im Tor entschärft - durch den folgenden Nachschuss den erneuten Rückstand. Aufgeben? Köpfe hängen lassen? Alles Fremdwörter wenn man für den SV „Das ist Sparta!!!“ Justiz spielt. Und so gelang bereits in Minute 23 ein gar mystischer Ausgleich. Der gesamte Süden von Graz musste urplötzlich die Festtagsbeleuchtung einschalten, als sich Philip „Ikarus“ Kager in eine derart enorme Höhe schraubte um seinen Kopfball punktgenau zu setzen, dass er damit eine kurze Sonnenfinsternis hervorrief, verdeckte er doch das Himmelslicht gänzlich mit seinem gestählten Körper. Mit den aktuell geteilten Punkten ging es alsdann in die Halbzeit. Der Gottesbote Jürgen „Hermes“ Rossmann teilte seinen Kämpfern wie immer knackig, aber präzise die taktischen Wünsche der (Halb-)Götter mit, mögen diese doch hoffentlich den Sieg bringen.
Eines vorneweg: Halbzeit Zwei verlief relativ ausgeglichen. Zu Beginn drückten unsere Helden, gegen Ende wehrten sich die gegnerischen Kämpfer heroisch und führten beinahe ein anderes Ende herbei als jenes, welches nun in die Geschichtsbücher eingehen wird. Aber nun zur Chronologie der Sage: Es war die 56. Minute als der Gegner vorzüglich im eigenen Abwehrdrittel unter Druck gesetzt wurde, was zu einem Fehlpass führte. Dieser wurde vom Kampfschwein Marcelo direkt an unseren Kapitän weitergeleitet. Die daraus resultierende 1 vs 1 – Situation wurde vom Torschützenführenden Bernhard „noch kälter als eine Eistruhe am Nordpol“ Huttmann genutzt und schon stand es 3:2 für uns. Der Jubel war groß, sogar auf den Zuschauerrängen verirrten sich die Mundwinkel kurz nach oben. Ob dies mit dem Tor oder der gerade ankommenden Bierlieferung – die Halbgötter litten bereits an den Folgen einer akuten Unterhopfung - zusammenhing, werden wir wohl nie erfahren. Die anschließenden 10 Minuten wurden von uns klar dominiert, Pirka schien geschlagen. Unterschätze jedoch nie einen angeschossenen Löwen, du könntest es bereuen. Und so kam es, wie es kommen musste: Die Südgrazer konnten ausgleichen. Wen traf die Schuld an dem Dilemma? Ich vermag zu sagen, niemanden! Die Chance war einfach schön herausgespielt und trocken abgeschlossen. Wie bereits erwähnt, wurde Pirka gegen Ende hin noch ein ums andere mal höllisch gefährlich, jedoch konnte unsere exzellente Abwehrreihe rund um Herrn Pregartbauer nicht mehr überwunden werden.
Fazit: Es wäre mit etwas mehr offensivem Nachdruck mehr drinnen gewesen, genauso gut hätten wir aber auch mit leeren Händen dastehen können. Haben wir die Götter etwas milder gestimmt? Wer weiß. Zur Sicherheit sollten wir am kommenden Freitag wohl besser die drei Punkte holen und diese Ihnen dankend zu Füßen legen.