R24-Strassgang

SV Justiz : Strassgang 2:2 (0:0)

1:2 Painhapp (86. min.)
2:2 Huttmann (92. min.)

2016 17 24 Strassgang

Der SV Justiz empfängt im Grazer Stadtderby den SV Strassgang.
Ernüchterung tritt ein. Nach zwei guten Spielen gegen Pachern und Pirka wird der SV Justiz, stellvertretend für die Saison, wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Dabei ging alles recht vielversprechend los, denn die ersten 20 Minuten gehörten den Gastgebern. Die Mannschaft von Trainer Rossi wirkte ruhig und kam über die Offensivkräfte zu einigen guten Gelegenheiten. Danach verflachte die Partie aber zunehmend und bei zwei lethargisch wirkenden Mannschaften konnten die Gäste immer wieder Nadelstiche nach vorn setzen, sodass der mit Abstand beste Justizler, Phil (Die Wand) Leisz, zu der ein oder anderen Glanztat gezwungen wurde. Somit gingen beide Teams mit 0:0 in die Halbzeitpause und trotz gelungener Ansprache, war das Bild nach Wiederanpfiff das Gleiche. So kam es, wie es kommen musste. Die Spieler der Justiz waren gedanklich wohl noch in der Pause, da klingelte es im eigenen Kasten. Ein gefährlicher, aber abseitsverdächtiger Pass in die Spitze reichte aus, um Strassgang in Führung zu bringen (Lickl, 47.). Man könnte meinen, so ein Tor hätte „Aufweckcharakter“, aber weiterhin fehlten die Ideen, die Gedankenblitze und vor allem fehlte die Leidenschaft im Spiel des heiligen Sv Justiz. So wurde sich der Taktik der Gäste angenommen und mit langen, hohen Bälle vorlieb genommen. Kam es einmal zu Chancen, war das eher der Zufall und an diesem sommerlich milden Tag wurde der letzte Zug zum Tor schmerzlich vermisst. Das Spiel plätscherte vor sich hin, bis es wieder Strassgang vergönnt war, nach kuriosem Strafraumgestochere, den Ball in den Maschen zu versenken (Ninaus, 80.). Alle Hoffnung auf einen Punkt schien zerschlagen, da leistete sich der Torwart der Gäste einen fatalen Patzer und Sprang unter dem Freistoß von „Innenverteidigerlegende“ Lub durch (86.). Plötzlich witterte man "Da geht noch was" und nach einem ,dem Spiel bisher untypisch, genialen Pass unseres lieben Dominikus auf den lieben Berni, konnte dieser das Leder in gewohnter Torjäger-Manier im Netz unterbringen (90. +2). 

Endstand 2:2, Präsident Heri fasste die Partie treffend mit den Worten: "War einfach 'n scheiß Spiel" zusammen. Auf der einen Seite muss man sich fragen, warum die Justiz nach guten Leistungen in jüngerer Vergangenheit gegen einen sichtlich gealterten Gegner nicht die nötige Motivation und Disziplin aufbringen kann und auf der anderen Seite muss man es aber wieder schnell abhaken und sich völlig auf das nächste Wochenende konzentrieren. Da geht es nämlich zu Spitzenreiter Vasoldsberg, der solche Fehler ,wie an diesem Tag, gnadenlos bestraft.