R23-Pirka

Pirka : SV Justiz 3:3 (1:2)

1:1 Kager (22. min.)
1:2 Rüdiger (37. min.)
2:3 Malli (68. min.)

2016 17 12 Vasoldsberg

Sonntag bei sengender Hitze ging es in die Schottergrube zu Pirka! Beide Mannschaften spielen eine gute Frühjahrsaison und haben sich auch in den letzten zwei Spielen mit einem Unentschieden getrennt. So fragte sich die Justizgemeinschaft ob es denn zu einer Überraschung an diesem Spieltag kommen könnte.

Wenn man drei Minuten nach Ankick zu dem Spiel gekommen ist – wie es dem Schreiber dieser Zeilen widerfahren ist – gab es bereits die erste Überraschung. Es stand 1:0 für Pirka und keine Chance auf eine Wiederholung. Die zweite Überraschung gab es bei einem Blick auf unsere Ersatzbank. Hier saß ein wenig zitterlich und bleich, einsam und verlassen nur unser lieber Franzi, dem die harten Kämpfe der Nacht mit seinen Freunden Jonny Walker und Jack Daniels noch deutlich ins Gesicht geschrieben waren. Umso freudiger die Überraschung als nach ca. 10 Minuten unser lieber Hörsch – der seine Karriere längst beendet hat, da es ihn beruflich in die Hauptstadt verschlagen hat – aus der Kabine trottete. So waren zumindest zwei Spieler auf der Bank.

Für die größte Überraschung sorgten jedoch die 11 Justiz Akteure am Spielfeld. Unbestätigten Gerüchten zur Folge war der Promillegehalt einiger höher als das Alter so mancher Gegner, doch dennoch wurde eine atemberaubende Performance an den Tag gelegt.

Unbeirrt von der Hitze, Restalkohol und raschem Rückstand zog Justiz ein beherztes und ansehnliches Spiel auf. Der liebe Pogerl im Zentrum kurbelte wie in seinen besten Zeiten und setzte seine Mitspieler oft mit schnellen Pässen gekonnt in Szene. Cemma und Flo im zentralen Abwehrzentrum ließen nichts anbrennen und im Angriff wirbelten unsere schnellen Stürmer Phil und Rüdiger. So war es nur eine Frage der Zeit bis nach einer wunderschönen Flanke vom lieben Cemma der gute Phil am höchsten stieg und den Ball unhaltbar zum 1:1 einnickte. Schon kurz später schickt Pogerl mit dem Außenpapperl unser Findelkind Rüdiger auf die Reise der aus spitzem Winkel sein erstes Tor für Justiz machen durfte. Mit dem Spielstand ging es auch in die Pause, aus der Justiz anfangs nicht wirklich zurückkam. So war es Pirka das das Spiel nun dominierte und auch ausgezeichnete Chancen vorfand, jedoch immer wieder seinen Meister in unserm Hexer Phil finden musste. Erst in der 60 Minute konnte unser Widerstand gebrochen werden. Unsere derzeit größte Schwäche – Abwehrverhakten und Stellungsspiel bei hohen Bällen in den Strafraum – wurde uns wieder einmal zum Verhängnis. Corner, Kopfball, Tor, 2:2.

Doch Justiz gab nicht auf. Dieses Tor hat die Mannschaft richtiggehend aufgerüttelt und nochmals die letzten Kräfte mobilisieren lassen. So war es unserem lieben Pogerl vorenthalten in der 68. Minute nach einem Gestochere im 16er von Pirka goldrichtig zu stehen und den Ball der ihm vor die Füße viel in die Maschen zu schieben! 3:2 Führung!

Ab jetzt gab es einen offenen Schlagabtausch. Beide Mannschaften mit offenem Visier, Pirka physisch mit leichten Vorteilen. Doch Justiz verteidigte geschickt, hat den besten Tormann der Liga im Kasten und das Glück des Tüchtigen. Zwar mussten wir in der 82. Minute noch das 3:3 hinnehmen, nachdem kurz davor unser lieber Paule die große Chance auf die Vorentscheidung ausgelassen hatte, aber in der 94.Minute hat der Fußballgott seine Justizbrille aufgesetzt. Was genau vorgefallen ist konnte nach dem Spiel niemand mehr genau rekonstruieren, aber manche behaupten unser lieber Flo hätte in einem Anfall von Überhitzung und Ohnmacht den Schuss eines Pirka Spielers auf der Linie mit der Hand abgewehrt. Gesehen freilich hat es niemand genau, und der Videobeweiß konnte leider nicht angetreten werden. Doch anstatt den Ball dann aus einem Meter Entfernung in die Maschen zu donnern waren die beteiligten Spieler von Pirka entweder damit beschäftigt jeden unserer Spieler im Strafraum mehrfach anzuschießen oder schreiend beim Schiedsrichter Elfmeter zu fordern.

Der ausgezeichnete und übersichtliche Mann mit der Pfeife hat zum Glück die Ruhe bewahrt und die richtige Entscheidung getroffen, und die Pfeife eingesetzt! Abpfiff, 3:3, Gratulation an alle Beteiligten.