R18-Liebenau

Liebenau II : SV Justiz : 2:3 (1:2)

1:1 Kager (31. min.)
1:2 Weinhandl (45. min.)
1:3 Ruthofer (66. min.)

2016 17 18 Liebenau

Am Karsamstag bekam es der heilige SV Justiz in der 1. Klasse Mitte B mit der SVU Liebenau II zu tun. Es galt den 2:0-Erfolg gegen Post vom letzten Spieltag zu bestätigen. Die Liebenauer hatten zuletzt gegen die zwei Titelaspiranten Lieboch und St. Andrä mit guten Ergebnissen aufhorchen lassen, unsere Mannschaft war daher dementsprechend vor der guten Verfassung des Gegners gewarnt. Es sollte ein interessantes Fußballspiel an diesem Osterwochenende werden.

Im Vergleich zur Vorwoche wurden in der Startelf zwei Veränderungen vorgenommen. Statt den beiden maßgeblichen Leistungsträgern gegen Post, Paul und Forsti, kamen Bene und der wieder fitte Hafi zum Zug.

Justiz spielte in ungewohntem 4-4-2 - System, die taktischen Anweisungen von unserem Trainer Rossi konnten allerdings gut umgesetzt werden. Und so kam es, dass die ersten 10 Minuten fast ausschließlich in der Hälfte des Gastgebers stattfanden. Der SV Justiz war von Anfang an sehr gut in das Spiel gestartet und konnte auf den Gegner ordentlich Druck ausüben. Die logische Folge dieser Feldüberlegenheit waren sehr gute Tormöglichkeiten bereits in der Anfangsphase der Partie. Den ersten richtigen Sitzer hatte Domi Weleba, der aber leider wenige Meter vor dem Tor am Ball vorbei ein Luftloch schlug; es schaute aus der Zuschauerperspektive heraus leider etwas ungeschickt aus, war aber auch auf das große Erdloch vor dem Liebenauer Kasten zurückzuführen. Die Mannschaft kämpfte weiter und hatte die nächste gute Gelegenheit, aber Börni scheiterte leider ebenfalls.

Wie unlogisch und teilweise unerklärbar der Fußball ist, zeigte sich nach 11 Minuten. Nach dem beherzten Beginn seitens des SV Justiz konnte sich Liebenau das erste Mal aus der eigenen Hälfte befreien und kam durch ein Missverständnis unserer Hintermannschaft prompt mit dem ersten Torschuss zum 1:0. So schnell kann es im Fußball gehen, keine richtige Torchance und trotzdem, ohne wirklich zu wissen wie ihnen geschah, führte Liebenau.

Unser Team ließ sich davon aber nicht beirren, nach dem Rückstand folgte genau dasselbe wie in den ersten 10 Minuten. Justiz war spielbestimmend und ließ den Gegner überhaupt nicht ins Spiel kommen. Die nächste gute Chance wurde liegen gelassen durch Raphi Gmeiner, der an diesem Tag leider einen Unlauf hatte, sich bei mehreren Aktionen Blessuren holte und in der 2. Hälfte schlussendlich angeschlagen ausgewechselt werden musste. Trotz der vielen vergebenen Einschussmöglichkeiten hörte die Mannschaft nicht auf unerbittlich zu kämpfen und so kam es zu dem, was sich schon seit dem Beginn abgezeichnet hatte. Domi Weleba brachte einen Eckball perfekt an den Fünfer, wo sich Philip Kopfballgott Kager hochschraubte und den Ball mit gefühlten 100 km/h im Tor zum hochverdienten Ausgleich unterbrachte.

Jetzt galt es weiter Druck zu machen und das Momentum gegen sichtlich verunsicherte Liebenauer zu nutzen. Die Mannschaft setzte genau das um und kurz vor der Pause gelang Bene Weinhandl die 2:1-Führung, der mit diesem Treffer seine grandiose Leistung krönte.

Die erste Phase der 2. Halbzeit gehörte dann aber Liebenau. Die Kabinenansprache des Trainers zeigte anscheinend Wirkung, die Liebenauer machten Druck, kamen aber nicht wirklich gefährlich vor das Tor des SV Justiz. Unser Team bekam die Partie relativ schnell wieder in den Griff und konnte diese Druckphase des Gegners ohne Gegentor überstehen. Das Spiel plätscherte dahin, dann folgte aber eine Geschichte, wie sie bekanntlich nur der Fußball schreibt. In der 66. Minute bekamen die Liebenauer einen Eckball nicht geklärt und der eben erst eingewechselte Rudi stand goldrichtig und netzte aus kurzer Distanz bombensicher zum vermeintlich vorentscheidenden 3:1.

Liebenau bekam dann aber die zweite Luft und konnte durch einen Abstauber nach einem langen Ball noch auf 2:3 verkürzen. Justiz ließ danach nicht mehr viel zu, zum Schluss hatte man dann allerdings noch das Glück des Tüchtigen als ein Schuss der Gastgeber knapp am Tor vorbeirauschte.

Schlussendlich bleibt zu sagen, dass man sich trotz Rückstand und vergebenen Chancen nicht aufgegeben hat und somit den zweiten Sieg in Serie verdient einfahren konnte. Mit diesem gewonnenen Selbstvertrauen kann man optimistisch in die kommende Begegnung gegen St. Andrä gehen.