Runde 11-Strassgang

Strassgang:SV Justiz 3:3 (1:1)
1:1 ET (18. min.)
1:2 Hartmann (57. min.)
3:3 Huttmann (91. min.)

2016 17 11 Strassgang

Im Duell mit unseren Tabellennachbarn aus Strassgang hatten wir noch etwas gutzumachen, ging das letzte Spiel zum Abschluss der vergangenen Saison doch mit 0:2 verloren.

Dadurch zusätzlich motiviert und bestrebt, den Unlauf der letzten Partien zu beenden, schickte Coach Rossi eine starke Elf mit nur einer Veränderung im Vergleich zur letzten Partie gegen Pirka aufs Feld. Der wiedergenesene David verstärkte die Viererkette, der spielstarke Flo rückte daher ins Mittelfeld.

Aufgrund der Regenfälle in den Tagen davor fanden wir leider einen sehr aufgeweichten Rübenacker als Spieluntergrund vor, der den „justiztypischen“ Kombinationsfußball beinahe unmöglich machte. Die Mannschaft war sich bewusst, dass man dieses Spiel nur über den Kampf für sich entscheiden konnte, viel mit weiten Bällen operiert werden musste. Von Beginn an sah man dann auch, dass wir uns einiges vorgenommen hatten. Die Justiz-Elf fand recht gut in die Zweikämpfe und konnte sich, angeführt vom sehr ballsicheren und gut aufgelegten Pogerl, das ein oder andere Mal an den Strafraum herantasten. Zwar sprang dabei noch nichts wirklich Zwingendes heraus, die Partie hatten wir aber, abgesehen von ein, zwei Unsicherheiten bei langen Bällen der Hausherren, recht gut im Griff. Wie so oft in den letzten Wochen mussten wir aber auch dieses Mal in Minute 14 nach einer Standardsituation den Rückstand hinnehmen. Der sehr kleinlich pfeifende Schiedsrichter entschied an der Strafraumkante, in diesem Fall leider zu Recht, auf gefährliches Spiel und leider war sogar Phil beim starken, über die Mauer getretenen Freistoß machtlos. Wir steckten jedoch keineswegs auf und konnten nur wenige Minuten später bereits den Ausgleichstreffer bejubeln, nachdem eine von Franz an den kurzen Pfosten getreten Ecke von einem Strassganger Verteidiger unhaltbar ins eigene Netz befördert worden war. Die restliche erste Halbzeit war weiterhin recht zerfahren. Die Gäste versuchten es eigentlich ausnahmslos mit weiten Bällen, die wir im Großen und Ganzen gut im Griff hatten. Justiz versuchte trotz des schwer zu bespielenden Untergrunds etwas mehr zu variieren und tauchte auch aus dem Spiel heraus ein paar Mal gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Nach einer schönen Kombination über Flo, Franz und Bernie scheiterte letztendlich Pogerl mit einem Kopfball am Tormann, der Schiedsrichter hatte aber ohnehin zu Unrecht auf Abseits entschieden.

Nach dem Seitenwechsel ging es in der gleichen Tonart weiter, diesmal gelang jedoch uns nach rund 15 Minuten der Führungstreffer. Pogerl zirkelte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld in den Strafraum, Paul konnte mustergültig verlängern und Franz drückte das Leder am langen Pfosten aus kurzer Distanz über die Linie. Jetzt deutete eigentlich alles auf den lange ersehnten Auswärtssieg hin, wäre da nicht die bereits erwähnte Schwäche bei Standardsituationen. Nur ungefähr 5 Minuten nach dem 2:1 musste der SV Justiz bereits wieder den Ausgleichstreffer hinnehmen. Nach einer kurz abgespielten Ecke und der darauffolgenden Flanke in den Strafraum, konnte Lup den Kopfball aufs Tor mit einer etwas unbeholfenen Reaktion nur mit dem Ellbogen in Richtung Elferpunkt ablenken, und der dort postierte Gegenspieler verwertete den Abpraller mit einem glücklichen Schupfer ins Tor. Der nächste Aufreger folgte rund zehn Minuten vor Schluss. Hafi konnte seinem Gegenspieler im Laufduell im eigenen Sechzehner mit einem Tackling den Ball abnehmen, der Schiedsrichter entschied jedoch völlig zu Unrecht auf Strafstoß. Dieses Geschenk ließen sich die Hausherren leider nicht entgehen und stellten auf 3:2. Wir ließen uns jedoch auch davon nicht entmutigen und wollten unbedingt zumindest noch den Ausgleich erzielen. Angriff um Angriff rollte in der Schlussphase auf das Strassganger Tor zu und in der Nachspielzeit war es dann doch noch soweit. Wiederum nach einem Freistoß aus dem Halbfeld in Richtung langer Pfosten, diesmal von David aus halbrechter Position, konnte diesmal Bernie mit einem platzierten Kopfball in die kurze Ecke den vielumjubelten Ausgleich erzielen.

Wir können aus dieser Partie sicher einiges Positives mitnehmen, haben wir doch bis zum Schluss gemeinsam alles gegeben, um trotz widriger Umstände zumindest noch einen Punkt ergattern zu können. Natürlich gilt es weiterhin hart zu arbeiten, um in Zukunft effizienter zu agieren und sich nicht selbst durch unnötige Gegentreffer die Butter vom Brot nehmen zu lassen.